|
Der Habit
Die Ritter des Ordens waren an ihrem weißen Habit zu erkennen, über den sie den weißen Mantel trugen. Das Weiß - übrigens auch die Farbe des Zisterzienserhabits - soll die Reinheit der Seele symbolisieren:
"Allen Professen geben wir (...) weiße Gewänder, auf daß jene, die ein Leben in Dunkelheit hinter sich gelassen haben, erkennen, daß ihre Pflicht darin besteht, dem Schöpfer ihre Seelen durch ein reines und weißes Leben zu empfehlen.
Das auf der linken Schulter über dem Herzen getragene Kreuz tauchte erst 1147 auf dem Mantel auf: am 27. April 1147 wohnte Papst Eugenius III., der sich zu Beginn des zweiten Kreuzzugs in Frankreich aufhielt, dem in Paris zusammengetretenen Ordenskapitel bei; er gewährte den Templern (als erster Orden überhaupt) das Recht es ständig zu tragen.
Während die Ritter des Ordens weiße Kleidung trugen, haben die Sergeanten den Habit in schwarz oder braun getragen.
Der Mantel
Der Mantel ist ein etwa halbkreisförmiges Stück Stoff, welches von allen Brüdern zum Schutz gegen Kälte und Nässe getragen wurde. Gehalten wurde der Mantel entweder durch Fibeln (12. Jhd.) oder durch die danach aufkommenden Tasseln (Bänder die den Mantel über Brust zusammen hielten). Bei den Rittern des Ordens war der Mantel ebenfalls aus weißer ungefärbter Wolle. Die Sergeanten trugen schwarze oder braune Wolle. Eine Ausnahme bildete hier der Bannerer, der als einziger Sergeant einen weißen Mantel tragen durfte. Ob die Mäntel grundsätzlich mit dem Kreuz benäht waren ist nicht zu klären, da es sowohl Abbildungen mit, als auch ohne Kreuz gibt.
Beinlinge
Die Beinlinge sind vorläufer der im Spätmittelalter aufkommenden Hosen. Sie sind in etwa geformt wie überlange Kniestrümpfe und werden mittels einer Schnürung an der Bruche gehalten. Im Gegensatz zur heutigen Mode waren Beinlinge eher eng geschnitten. Ob dies wie im Spätmittelalter eher einen Modischen Hintergrund hatte, oder aber aus Sparsamkeit so getragen wurde, konnten wir bisher nicht klären.
Unterkleidung
Als Unterkleidung wurde zum einen ein Hemd getragen, zum anderen die sogenannte Bruche (Brouch). Da die Unterbekleidung auf so gut wie allen Abbildungen in weiß oder naturfarben dargestellt wird, leigt die Vermutung nahe, dass diese Kleidungsstücke aus Leinen oder Hanf gefertigt wurden. Wollstoff wäre zwar ebenfalls eine Möglichkeit, doch der mangelnde Tragekomfort macht dies eher unwahrscheinlich. Sowohl bei Hemden, als auch bei den Untergewändern gab es einige verschiedene Schnitte. Erwähnenswert ist hierbei die Reiterbrouch, welche so geschnitten war, dass es keine innenliegende Nähte gab um die Beine vor der Reibung beim Reiten zu schützen. |