Anspruch und Regeln

 

§1 Ausrichtung:
Die „Templer-Komthurey-Hammaburch“ stellt, soweit möglich und umsetzbar, die historischen Templer (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis) um das Jahr 1200 A.D. dar - dazu gehört das Kämpfen und Trainieren, aber auch der geistliche Part in Form von Konvent-Alltag wie z.B. Messe und Gebete. Die Tempelritter waren Krieger und Mönche zugleich. Beide Seiten sollen in der Darstellung mit einfließen (zugrunde genommen werden die ursprünglichen lateinischen Templer-Regeln mit den 72 Artikeln des Ordens und weitere Quellen aus der entsprechenden Zeit). Es bleibt bei allem eine Reenactmant-Darstellung, was heißt das Religion, Politik, Kloster- und Militäralltag der Epoche nachgestellt und gelebt wird. Keinesfalls ist das Dargestellte mit der tatsächlichen Überzeugung der Mitglieder zuverwechseln. Moderne Politik und Religion kann privat behandelt werden, hat aber in der Reenactor-Darstellung nichts zu suchen. Auch gilt: politische- und religiöse Eiferer sowie esoterische Freaks brauchen und wollen wir nicht in der „Templer-Komthurey-Hammaburch“ dabei haben.
Korrekterweise soll hier angemerkt werden, dass es zu keiner Zeit des Mittelalters wirklich eine Templer-Komthurey in Hamburg gab. Dies ist ein Zugeständnis unseres Einzugsgebietes (z.Z. Hamburg, Osterholz-Scharmbeck, Osnabrück…).

§2 Ziele:
Die „Templer-Komthurey-Hammaburch“ ist eine Mittelalter-Reenactmant-Gruppe mit einem hohen Anspruch auf Authentizität in der Darstellung. Die Komthurey wirkt u.a. bei privaten Treffen, Burgbelebungen, Mittelalterfesten, Mittelalterturnieren, Museumsveranstaltungen und in Schulen im In- und Ausland mit. Gästen, Besuchern und Interessierten soll das Leben der Tempelritter im Mittelalter näher gebracht und anschaulich erklärt werden. Die Komthurey ist nicht auf finanzielle Gewinne ausgelegt. Eventuelle Zuwendungen und Aufwandsentschädigungen fließen zu 100% in die Komthurey-Kasse, woraus z.B. Getränke und Lebensmittel für die Brüder finanziert werden können.

§3 Ausrüstung:
Jegliche Ausrüstung in Form von Kleidung, Rüstung, Waffen, Zelt, Inventar, Geschirr usw. muss von jedem Mitglied selbst aufgebracht werden und ist Privateigentum des Besitzers. Bei der gesamten Ausstattung ist darauf zu achten, dass sie (best möglichst) historisch korrekt ist. Die Form des zu benutzenden Tatzenkreuzes wird von der Komthurey einheitlich vorgegeben. Zum Glück wird in den historischen Templer-Regeln alles sehr genau beschrieben, somit können diese jedem als Leitfaden dienen. Material, welches von einem Mitglied oder Gast zur Verfügung gestellt wird, ist so pfleglich zu behandeln als wenn es das eigene wäre. Auch versteht es sich von selbst, dass ein jeder auf den Besitz des anderen mit achtet.
Für Waffen und das Kämpfen gilt der übliche „Codex Belli“, eine Privathaftpflicht-Versicherung ist zwingend erforderlich (!). Dass Drogen und Alkohol beim Kämpfen nichts zu suchen haben, sollte jedem einleuchten. Die Missachtung kann zum sofortigen Ausschluss aus der Komthurey führen!

§4 Aufnahme:
Die „Templer-Komthurey-Hammaburch“ ist kein Verein, keine Gesellschaft und keine Firma. Wenn jemand sich von den Zielen und der Ausrichtung angesprochen fühlt, kann er sehr gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Es bleibt aber die Entscheidung der Gründer bzw. der Mitglieder (dem „Konvent“) ob ein Aspirant tatsächlich aufgenommen werden kann und sollte.
Zuvor wird man sich durch Gespräche persönlich kennen lernen. Danach wird der in Frage kommende Interessent mehrere Probe-Termine absolvieren müssen. Dann wäre zu klären, welchen „Weg“ der Aspirant innerhalb der Komthurey einschlagen möchte (kämpfender Bruder, geistlicher Bruder, Hospital-Dienst..). Als kämpfender Bruder wird der Verlauf mit dem Noviziat und als Knappe beginnen. Darauf folgt der Rang des Sergéanten Bruders, danach der des Offizier Bruders. Der Aspirant hat tatsächlich nur durch ein vorbildliches Handeln, sowie durch seine ideelle Einstellung einen Einfluss darauf, wann und ob er jeweils vom „Konvent“ in einem Rang ernannt werden kann.
Frauen können definitiv keine Brüder des Tempels werden. Dies ist keine Diskriminierung sondern historisch nur logisch und konsequent. Die Komthurey partizipiert mit dem „Zisterzienserinnen-Konvent-Hammaburch“ welcher für Interessentinnen eine gute Alternative sein kann.

§5 Struktur:
In der „Templer-Komthurey-Hammaburch“ findet sich die Hierarchie des Templer-Ordens wieder.
Am Ranghöchsten in der Komthurey ist der eingesetzte Komthur, es folgen Offizier, DrapierTressler, Kaplan, Sergéant (mit Ämtern wie Bannerer oder Cellerar), Knappe  u.w.
Der Umgangston kann zuweilen streng und militärisch sein, das gehört zur Ordens-Darstellung. Niemand soll sich dadurch persönlich angegriffen fühlen - nach „Feierabend“ sind wir alle wieder gleichgestellt!

§6 Termine:
Die Mitglieder der „Templer-Komthurey-Hammaburch“ planen gemeinsam die Teilnahme an Veranstaltungen. Außerhalb der Markt-Termine trifft sich die Komthurey regelmäßig zu einem monatlichen „Konvent“, bei dem aktuelle interne Themen besprochen und diskutiert werden. Hierbei kann und soll gemeinsam an der stetigen Verbesserung der Templer-Darstellung gearbeitet werden.

§7 Ausschluß:
Durch jegliche “Untat” gegenüber der Mitbrüder, Verhalten welches gegen die Komthurey-Satzung sowie die Ziele und Ausrichtung der Komthurey verstößt, sowie mutwilliges, störendes und zerstörendes Verhalten bei Komthurey-Treffen und auf Veranstaltungen bei denen die Komthurey mitwirkt, kann der sofortige Ausschluss aus der „Templer-Komthurey-Hammaburch“ erfolgen. Eine schlimmere Strafe als den „Mantel zu verlieren“ gab es im Orden der Armen Soldaten Christi, den Rittern des Tempels, zu keiner Zeit.

Non nobis Domine ! Non nobis, sed nomini tuo da gloriam !
Deus lo Vult !